Über uns

Der Vorstand

Dr. Gerhard Hopp, 1. Vorsitzender

Dr. Gerhard Hopp, 1. Vorsitzender

MdL

Seit September 2018 ist der Landtagsabgeordnete Dr. Gerhard Hopp aus der Oberpfalz 1. Vorsitzender und folgte damals auf Bernd Sibler nach, der als Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst weiterhin Unterstützer und Ansprechpartner für die Belange der Bibliotheken und Büchereien ist. Hopp ist seit 2013 Mitglied des Bayerischen Landtages, Mitglied im Präsidium des Landtages sowie im Haushalts- und im Europaausschuss des Landtages. Darüber hinaus ist er Mitglied im Medienrat. Als „Lobbyist für das Lesen“ bringt sich Hopp für eine Stärkung der bayerischen Bibliothekslandschaft als zentrale Bildungsorte ein. „Als Lehr-, Lern- und Begegnungsorte sind sie ganz wichtige Pfeiler unserer gesellschaftlichen Entwicklung“, unterstreicht der 40jährige Vater zweier Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter.

Die Bewältigung der Corona-Pandemie habe nicht nur die Büchereien und Bibliotheken in ganz Bayern im Hinblick auf die Hygienemaßnahmen vor große Herausforderungen gestellt, sondern werde auch mittel- und langfristig spürbar sein. Sowohl im öffentlichen Bibliothekswesen als auch im wissenschaftlichen Bereich komme ihnen gerade jetzt als Ermöglicher und Gestalter von Bildung und sozialem Lernen große Bedeutung zu, unterstreicht Hopp. „Moderne Strukturen, Unterstützung bei der Infrastruktur und Digitalisierung sowie gute Ausbildung sind ganz wichtig“, so Hopp. Die vielen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Büchereien und Bibliotheken in ganz Bayern, die sich mit großem Einsatz engagieren, seien ein großer Schatz, den es zu pflegen und wertzuschätzen gilt. Auch daher will Hopp im BBV mit Initiativen wie beispielsweise dem Bayerischen Bibliothekspreis deren Arbeit noch stärker sichtbar machen.

Stefan Schelle, 2. Vorsitzender

Stefan Schelle, 2. Vorsitzender

Der 2. Vorsitzende des Bayerischen Bibliotheksverbandes kommt traditionell aus der Kommunalpolitik. Stefan Schelle ist studierter Agarwissenschaftler und seit 2002 Erster Bürgermeister der 13.500 Einwohner-Gemeinde Oberhaching (Landkreis München). Bei seiner kommunalpolitischen Arbeit ist ihm die ständige Weiterentwicklung der Gemeindebibliothek ein besonderes Anliegen.

In Oberhaching hat die Leseförderung hohen Stellenwert. Für die enge Zusammenarbeit mit den örtlichen Schulen wird die Gemeindebibliothek regelmäßig mit dem „Gütesiegel“ ausgezeichnet. 2018 erhielt sie den Kinderbibliothekspreis.

Georg Fisch, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied

Georg Fisch, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied

Das geschäftsführende Vorstandsmitglied wird von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von vier Jahren gewählt und soll laut Vereinssatzung im Wechsel aus dem öffentlichen und dem  wissenschaftlichen Bibliothekswesen kommen. Von 2018-2022 bekleidet Georg Fisch, Leiter der Stadtbibliothek Straubing,  dieses Amt. Für den Organisator der „Leseregion Straubing – Stadt und Land“ sind Kooperationen auf regionaler Ebene dringend erforderlich, um angesichts begrenzter personeller und finanzieller Ressourcen die nachhaltige Förderung der Lese- und Informationskompetenz sicherzustellen.

Der Geschäftsführer ist ständiges Mitglied in beiden Vereinsgremien und zuständig für den Schriftverkehr und die Finanzen des Verbandes. Zusammen mit einer Arbeitsgruppe bereitet er die im jährlichen Wechsel stattfindenden Mitgliederforen und Bayerischen Bibliothekstage vor und ist verantwortlich für deren reibungslosen Ablauf. Diese beiden Veranstaltungsformate betrachtet er als gute Gelegenheit, um Politik und Öffentlichkeit auf die Leistungsfähigkeit der Bibliotheken hinzuweisen und die Kommunikation zwischen den einzelnen Bibliothekszweigen zu verbessern. Zu seinen Aufgaben gehört seit 2021 auch die Durchführung des Wettbewerbs um den Bayerischen Bibliothekspreis und die Gestaltung und Betreuung der neuen Verbandswebsite.  Er setzt sich für einen Bayerischen Bibliotheksentwicklungsplan und die Schaffung einer festen Geschäftsstelle ein

Ralf Brugbauer, Beiratsvorsitzender

Ralf Brugbauer, Beiratsvorsitzender

Als Vorsitzender des Beirates gehört Ralf Brugbauer, Direktor der Universitätsbibliothek Bayreuth, seit 2015 auch dem Vorstand des BBV an. Veranstaltungen, wie den Bayerischen Bibliothekstag, das Mitgliederforum oder regelmäßige Treffen mit Parlamentariern betrachtet er als wichtige Instrumente des BBV, um Öffentlichkeit und Politik auf die Wünsche und Sorgen der öffentlichen und der wissenschaftlichen Bibliotheken im Freistaat Bayern hinzuweisen. Hierzu zählen für ihn nicht nur das Engagement für eine angemessene Personalausstattung in öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken, sondern anlässlich der signifikanten Veränderungen des Berufsbildes und der zunehmenden Anforderungen auch eine angemessene Ausbildung und eine leistungsgerechte Entlohnung der Bibliothekarinnen und Bibliothekare.

Weitere wichtige Handlungsfelder sind für ihn die Einbindung der Bibliotheken in die Digitalisierungsstrategien der Kommunen und des Freistaats Bayern, die dringend notwendige Verbesserung der schulischen Bibliotheksversorgung und der Einsatz für die politische Bildung in unserer Gesellschaft. Ralf Brugbauer wird tatkräftig von den Beiratsmitgliedern unterstützt, die verschiedene Personal- und Institutionenverbänden aus dem Bibliothekswesen vertreten. Mit ihrer Hilfe gelang und gelingt es, auch während der Corona-Pandemie bibliothekarischen Anforderungen gegenüber (politischen) Verantwortungsträgern vorzutragen.

Dr. Klaus Ceynowa, Vertreter der wissenschaftlichen Bibliotheken

Dr. Klaus Ceynowa, Vertreter der wissenschaftlichen Bibliotheken

Die Position der wissenschaftlichen Bibliotheken im Vorstand des Bayerischen Bibliotheksverbands vertritt Dr. Klaus Ceynowa seit seinem Amtsantritt als Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek im April 2015. Die großen Themen, die für ihn gegenwärtig auf der Tagesordnung stehen, sind u. a. Forschungsdatenmanagement, Langzeitarchivierung, virtuelle Forschungsumgebungen, Open Data und Open Science, Dynamisches Publizieren sowie neue und cloudbasierte Bibliothekssysteme. Die hiermit verbundenen Herausforderungen sind nur durch Vernetzung und Kooperation zu lösen. Die Bayerische Staatsbibliothek setzt hier bayernweit, national und international vielfältige Impulse und bringt diese Kompetenz in die Vorstandsarbeit ein, insbesondere auch als Träger der Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen und der Verbundzentrale des Bibliotheksverbunds Bayern.

Öffentliche wie wissenschaftliche Bibliotheken sind für Dr. Ceynowa als Teil der „Informationsinfrastruktur“ von der digitalen Transformation in besonderem Maße betroffen, wobei das Veränderungstempo dem strategischen Handeln enge Grenzen setzt, zugleich aber auch vielfältige Chancen eröffnet. Bibliotheken müssen sich quasi permanent neu erfinden. Bei allem Verände- rungsdruck und Veränderungswillen sollten Bibliotheken jedoch ihr Alleinstellungsmerkmal nicht aus den Augen verlieren: der öffentliche und damit kommerzfreie Auftrag für Bildung, Kultur und Wissenschaft, mit der Kernkompetenz der Infomations-, Medien- und Literaturversorgung. Dabei sollte es ganz egal sein, ob diese Information auf Pergament, Papier oder als Petabyte daherkommt.

Evelyn Leippert-Kutzner, Vertreterin der öffentlichen Bibliotheken

Evelyn Leippert-Kutzner, Vertreterin der öffentlichen Bibliotheken

Im November 2014 in den Vorstand gewählt, vertritt sie die Belange der öffentlichen Bibliotheken in Bayern. Als langjährige Leiterin der Stadtbibliothek Donauwörth, verfügt sie über ein großes Maß an Berufserfahrung, insbesondere was die Zusammenarbeit mit Kitas, Schulen oder die Volkshochschule betrifft. Wichtigste Themen der Arbeit im Verband:  Digitalisierung - und als kontinuierliche Herzensangelegenheit: die Leseförderung bei Kindern.

Angesichts fortschreitender Digitalisierung und damit einhergehender veränderter Mediennutzung und Methoden der Informationsbeschaffung stehen die Bibliotheken vor großen Herausforderungen. Um die Herausforderungen der Zukunft meistern zu können, müssen ihrer Meinung nach die bestehenden Informationsinfrastrukturen in wissenschaftlichen und öffentlichen Bibliotheken den wachsenden Anforderungen der Digitalisierung angepasst werden. Es gilt neue Serviceleistungen zu integrieren und Kooperationen zu festigen und auszubauen. Die Leseförderung bei Kindern, die immer schon ein wichtiges Handlungsfeld für die öffentlichen Bibliotheken ist, wird nach der Bewältigung der Corona-Krise erneut und verstärkt in den Fokus genommen werden müssen. Den Defiziten beim Lesenlernen und Textverständnis, die bei den Kindern zu beobachten sind, kann durch die Unterstützung der Kitas und Schulen von Seiten der öffentlichen Bibliotheken deutlich entgegengewirkt werden. Die Kooperation mit Kitas und Schulen ist daher elementar. Darauf möchte Evelyn Leippert-Kutzner für die verbleibende Zeit ihrer Mitarbeit im Vorstand ein besonderes Augenmerk legen und sich mit ihrer Erfahrung einbringen.

Ute Palmer, Vertreterin der Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen

Ute Palmer, Vertreterin der Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen

Als Leiterin der staatlichen Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen sind für Ute Palmer die Anliegen der öffentlichen Bibliotheken in Bayern in ihrer gesamten Heterogenität der Schwerpunkt: vom größten Bibliothekssystem in Deutschland bis zur kleinen Gemeindebibliothek, von der hauptamtlich-fachlich geleiteten Bibliothek bis hin zu den nebenamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitenden. Öffentliche Bibliotheken haben diverse Aufgaben und Aufträge zu erfüllen:  kluge Verbindung von analogen und digitalen Angeboten und Services angepasst an die jeweilige Bibliotheksgröße, Verstetigung ihrer Lobbyarbeit auf Kommunal- und Landesebene, aktive Außenkommunikation ihrer Leistungen und vieles mehr.  Öffentliche Bibliotheken sind in der Gemeinde- und Stadtgesellschaft Schnitt- und Anlaufstelle und sie helfen soziale Ungleichheit abzuschwächen.

Im weiteren Fokus ihrer Arbeit und für die Bibliotheken sieht Ute Palmer die Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele („Agenda 2030“), die Verdeutlichung der Rolle der Bibliotheken für Stadt-und Gemeindeentwicklung, im Bildungswesen und in der Leseförderung, die zunehmende Bedeutung der Bibliotheken als partizipative und integrative Orte. Kooperationen mit Partnern unterschiedlicher Art spielen dabei eine zentrale Rolle. All dies gilt gerade auch für Bibliotheken im ländlichen Raum, um gleichwertige Lebens- und Arbeitsbedingungen zu erhalten bzw. herzustellen. Eine Erhöhung der staatlichen Fördermittel für die Bewältigung dieser Aufgaben und Aufträge sind dazu für die Kommunen unerlässlich.

Dr. Claudia Maria Pecher (Gast), Landesfachstelle für Büchereien und Bildung im Sankt Michaelsbund

Dr. Claudia Maria Pecher (Gast), Landesfachstelle für Büchereien und Bildung im Sankt Michaelsbund

Seit April 2020 leitet Dr. Claudia Maria Pecher die Landesfachstelle für Büchereien und Bildung im Sankt Michaelsbund. Büchereien sind das Fundament einer chancengerechten und flächendeckend nachhaltigen Bildungspolitik in Bayern. Mit ihren Services ermöglichen sie allen Menschen gleichermaßen den unmittelbaren Zugang zu Literatur- und Medienbeständen und sind damit wichtige Kultur- und Wissensvermittler für Jung und Alt.

Im Medienhaus Sankt Michaelsbund finden Literatur- und Medienkompetenz für Kirche und Gemeinden mit dem Ziel  zusammen, Menschen beim Aufbau und in der Weiterentwicklung von Büchereien vor Ort individuell und passgenau zur Seite zu stehen. Im Mittelpunkt stehen der Mensch und die Bücherei als Treffpunkt für Bildung und Begegnung in Bayern.