Der Praxistag Volkshochschulen und Bibliotheken

Ein kleiner Bericht zur Nachlese vom Praxistag am 29. November 2021

Der 5. Praxistag Volkshochschulen und Bibliotheken fand am 29. November 2021 zum 2. Mal digital statt.  Über 80 Kolleg*innen aus den bayerischen Volkshochschulen und Bibliotheken fanden sich zusammen. 

Nach Grußworten des Vorsitzenden des Bayerischen Bibliotheksverbandes, Dr. Gerhard Hopp, MdL und des  Vorstands des Bayerischen Volkshochschulverbandes, Dr. Christian Hörmann, diskutierte Dr. Klaus  Buddeberg, Leiter der Studie „LEO 2018 – Leben mit geringer Literalität“ in seinem Impuls‐Vortrag die  weitreichenden und wohl auch unumkehrbaren Folgen des digitalen Wandels. Die Erwachsenenbildung  musste in der Corona‐Pandemie recht spontan reagieren und entweder ihre Angebotspalette einschränken  – mit erheblichen wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Institutionen und Lehrenden – oder aber digitale  Formate entwickeln und ausprobieren. Ausgehend von dieser Situation ging der Vortrag den Fragen nach:  Wie gut ist die Gesellschaft auf die Anforderungen der Digitalisierung vorbereitet? Welche Gruppen  kommen gut zurecht und profitieren vom digitalen Wandel? Welche Gruppen zählen sich selbst eher zu den  Verlierer*innen der Entwicklung? Die Risiken und Verunsicherungen, die mit dem digitalen Wandel  verbunden sind und die Bildungsbedarfe, die sich daraus ableiten, waren Gegenstand des Vortrags und der  Diskussion.

Im nächsten Programmpunkt stellte Michael Kempmann, Projektleiter des „talentCAMPUS“, DVV, den  talentCAMPUS vor und illustrierte, welche Chancen für eine Kooperation für Bibliotheken und  Volkshochschulen entstehen können. Er zeigte, dass das gemeinsame Interesse an der „Leseförderung“ die  beiden Institutionen zusammenführt und wie die beiden Einrichtungen und wichtigen Orte der  Leseförderung in den kommunalen Bildungslandschaften Synergien und Bündnisbildung erproben und  umsetzen können. Dieses Zusammenwirken wurde am Beispiel der vhs Plön vorgestellt. 

 „Aus der Welt der Bibliotheken und Volkshochschulen“: hier erzählten Dr. Helga Huber von der vhs  Rupertiwinkel und Edith Karnowski, Bibliotheksleiterin in Freilassing, aus ihrer Zusammenarbeit. Der  unkomplizierte und ständige Kontakt ermöglicht schnelle und flexible Planung, Finanzierung und Raum‐ Nutzung. Dies führte schon zu mehreren gemeinsamen Projekten: vom Comic‐Tag bis zu der Erschaffung  von Leseorten aus Weidenzweigen im Hof der Bibliothek und der Anbringung von QR‐Codes an den  Bücherregalen, die zum passenden vhs‐Kurs führen. 

In „Perspektiven guter Kooperation aus der Sicht der Volkshochschule Erlangen“ stellte der vhs‐Leiter  Markus Bassenhorst vor, wie Bibliothek und Volkshochschule nachhaltig kooperieren können und aus der  Stärke der jeweils anderen Partnerin einen gemeinsamen Nutzen in der Zielgruppen‐Erschließung  generieren und in der Formulierung der jeweiligen Kompetenz passgenaue Angebote für eine urbane  Gesellschaft finden.  Die Zeit ist im Nu verflogen und wir freuen uns auf das nächste Mal! 

 

Ute Palmer 
Leitung Fachstelle München Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen 
ute.palmer@bsb‐muenchen.de

Elisabetta Mola 
Fachbereichsleitung Kultur und Interkulturalität beim Bayerischen Volkshochschulverband 
elisabetta.mola@vhs‐bayern.de